Behandlungen

Wurzelkanalbehandlung

Wurzelkanalbehandlung

Ist der Zahnnerv entzündet oder abgestorben, kann eine Wurzelkanalbehandlung den Zahn oft noch retten – und ist damit fast immer die bessere Wahl als das Ziehen. Wir führen diese Behandlung unter dem Carl-Zeiss-Operationsmikroskop durch, für maximale Präzision und beste Erfolgsaussichten. Als Mitglied der Schweizerischen Gesellschaft für Endodontologie (SSE) sind wir auf Wurzelbehandlungen spezialisiert – auch Kolleginnen und Kollegen aus der Region überweisen uns dafür ihre Patientinnen und Patienten.

Wann ist eine Wurzelkanalbehandlung nötig?

Typische Anzeichen sind anhaltende oder pochende Zahnschmerzen, starke Empfindlichkeit auf Heisses und Kaltes, Schmerzen beim Aufbeissen, eine Schwellung am Zahnfleisch oder ein dunkel verfärbter Zahn. Auslöser ist meist eine tiefe Karies, eine undichte alte Füllung oder ein Unfall. Manchmal verläuft die Entzündung ohne Schmerzen und fällt erst im Röntgenbild auf.

Warum das Operationsmikroskop entscheidend ist

Wurzelkanäle sind oft feiner als ein Haar und stark verzweigt. Unter bis zu 25-facher Vergrösserung erkennen wir auch feinste Seitenkanäle und entfernen entzündetes Gewebe vollständig – das erhöht die Erfolgschancen deutlich.

So läuft die Behandlung ab

Nach der örtlichen Betäubung schirmt ein Spanngummi (Kofferdam) den Zahn steril ab. Wir reinigen die Kanäle mit flexiblen Nickel-Titan-Instrumenten, bestimmen die Kanallänge elektronisch und desinfizieren gründlich, bei Bedarf unterstützt durch den Dentallaser. Anschliessend werden die Kanäle dicht gefüllt und der Zahn stabil verschlossen. Meist genügen ein bis zwei Sitzungen.

Revision: wenn eine alte Wurzelfüllung Probleme macht

Flammt die Entzündung an einem bereits wurzelbehandelten Zahn wieder auf, ist das kein Grund, den Zahn aufzugeben. Bei einer Revision entfernen wir das alte Füllmaterial unter dem Mikroskop, reinigen übersehene oder unvollständig gefüllte Kanäle und verschliessen sie neu. So lassen sich viele Zähne doch noch langfristig erhalten.

Wurzelspitzenresektion

Reicht eine Revision nicht aus oder ist sie nicht möglich, lässt sich die Entzündung mit einem kleinen chirurgischen Eingriff an der Wurzelspitze behandeln: Wurzelspitze und entzündetes Gewebe werden in lokaler Betäubung entfernt, der Zahn selbst bleibt erhalten.

Modernste Ausstattung unter einem Dach

Operationsmikroskop, Dentallaser, digitales Röntgen und bei komplexer Wurzelanatomie das strahlungsarme 3D-Röntgen (DVT): Abklärung, Behandlung und Nachkontrolle finden vollständig bei uns in der Praxis statt.

Häufige Fragen

Tut eine Wurzelkanalbehandlung weh?

Nein, dank moderner Anästhesie ist sie heute etwa so unangenehm wie eine grössere Füllung.

Wie viele Sitzungen sind nötig?

Meist ein bis zwei Termine, abhängig von der Anzahl der Kanäle und dem Grad der Entzündung.

Wie stehen die Erfolgsaussichten?

Sehr gut: Unter dem Operationsmikroskop heilen die allermeisten behandelten Zähne dauerhaft aus und bleiben viele Jahre erhalten, oft ein Leben lang.

Was kostet eine Wurzelkanalbehandlung?

Die Kosten hängen von der Anzahl der Kanäle und vom Aufwand ab. Wir rechnen nach Zahnarzttarif ab und erstellen auf Wunsch vorgängig einen Kostenvoranschlag. Langfristig ist der erhaltene eigene Zahn meist günstiger als sein Ersatz.

Braucht der Zahn danach eine Krone?

Wurzelbehandelte Zähne werden mit der Zeit spröder. Bei Seitenzähnen empfiehlt sich deshalb oft eine Teilkrone oder Krone als Schutz vor Bruch – wir beraten Sie individuell.

Was passiert ohne Behandlung?

Eine unbehandelte Entzündung kann sich auf den Kieferknochen ausbreiten, akute Schmerzen und Abszesse verursachen und führt letztlich zum Verlust des Zahns.